Neun Brombeer-Ladys in Hamburg

Am 2.Juli fuhren die gut gelaunten Mädels unseres Laufclubs zum Frauenlauf nach Hamburg.

Der Spaß und das Gruppenerlebnis standen an diesem Tag natürlich im Vordergrund. Nach einigen Irrwegen durch den Hamburger Stadtpark fanden wir das Woman´s Village und rüsteten uns gleich mit unseren brombeerfarbenen  „Streckenkönigin“ T-Shirts aus. Was hatten wir mit all den Gutscheinen, kleinen Überraschungen und Fotos vor dem Start zu tun.

Bei strahlendem Sonnenschein gingen wir um 15.00 Uhr auf die 5 km Strecke. Zwischen den  3500 Teilnehmerinnen auf dieser Strecke lief jede von uns ihr Rennen. Krissy lief besonders schnell, aber alle unsere Mädels waren sehr zufrieden und nach einer halben Stunde standen wir gemeinsam glücklich im Zielbereich.

Was wir an diesem wunderbaren Tag noch so erlebten, bleibt unter uns Mädels!

Und es könnte gut sein, dass dieser Frauenlauf Auftakt zu einer schönen Tradition war.

Jeannine

Knapp vorbei, aber ganz nah dran – Neues aus dem Seniorenbereich/weiblich

Die Seniorinnen wollten zum Abschluss des Jahres auch mal wieder von sich reden machen. Aufgrund der noch jungen Staffelhistorie beim Teltowkanalhalbmarathon war die Teilnehmerzahl rein weiblicher Staffeln immer noch so begrenzt, dass man dort vorn vielleicht am 10. November 2013 mitmischen könnte. So also wurde eine Besatzung für die wahlweise 3-6 Streckenabschnitte zusammengetrommelt. Zunächst gab es Absagen wegen Urlaubs bzw. Trainingsrückstandes. Da zwei der Freiwilligen leider auch nicht topp fit waren, mussten zwei Staffelmitglieder „eingekauft“ werden. zum Glück wurde man unter den weiblichen Erziehungsberechtigten unserer Junioren fündig – Birgit Unterberger und Andrea Lorenz erklärten sich spontan bereit, Erika Schmidt, Renate Vanselow-Altenhein und Krissy Barduhn bei diesem Unternehmen zur Seite zu springen bzw. zu sprinten und so das Team Kleinmachnower Laufclub Girlfriends an den Start zu bringen.

Die Wetterfee hatte wie immer noch einen Koffer in Teltow, so dass sich wettertechnisch alle Beteiligten richtig auf den Lauf freuen konnten. Birgit sollte starten, weil die routinierte Berg- und Crossläuferin auch den längsten Streckenabschnitt würde laufen müssen und möglichst schnell aus dem Pulk wollte, weil der Start aller Wettbewerbe gleichzeitig angesetzt war. Das gelang ihr in herausragender Manier, sie wechselte auf Andrea noch bevor die Siegerin über die 7,1 km lange Einzelstrecke durchs Ziel ging. Unsere zweite Leihgabe ging auf die Strecke und erfüllte das in sie gesetzte Vertrauen in vollem Maße und ließ sich auch vom ungewohnten Begleitfahrrad für die führende weibliche Staffel, welches sie von Birgit übernahm, nicht irritieren und übergab an Renate auf der Berliner Seite, die nun ihrerseits hinter dem Fahrrad so schnell sie konnte herlief. Auch Renate reichte in der geschätzten Zeit an Krissy den Stab weiter, die wiederum in Berlin den Stab Erika in die Hand drückte, die sich extra noch hatte den Fuß fit spritzen lassen und der für diesen Kampfgeist der kürzeste Streckenabschnitt mit dem Zieleinlauf von Herzen gegönnt war.

Natürlich machte sich ein bisschen Enttäuschung bei 4/5 der Mädels breit (Birgit war schon nach Hause auslaufen), als sich herausstellte, dass das Führungsfahrrad zwar ein tolles Erlebnis (weil für 3/5 Premiere!), aber leider hinsichtlich des Endergebnisses trügerisch gewesen war. Die Siegerstaffel der AOK waren zwar nicht an uns vorbeigekommen, waren aber zwei Minuten nach Birgit gestartet und somit mit ihrer Nettolaufzeit eine Minute schneller. Die Freude aber beim Laufen und den Teamspirit, den wir in der ersten Euphorie im Ziel so richtig versprüht hatten, konnte uns keiner mehr nehmen und da alle alles gegeben hatten, trösteten wir uns damit, dass die Läuferinnen der Siegerstaffel alle sehr viel jünger gewesen sein müssen, und am Ende des Tages gewann das schöne Gefühl wieder die Oberhand. Die ganze Aufregung vor dem Rennen, die Freude an den geglückten Wechseln und der Stolz auf die gelaufene Zeit (01:34:59) wirkte jedenfalls noch lange nach. An dieser Stelle gilt nochmals der Dank der Kleinmachnower Laufclub“girls“ an ihre „friends“ Birgit und Andrea …

Erika Schmidt beim Kleinmachnower Sportlerball geehrt

Beim 4. Sportlerball Kleinmachnow, der am 7. Dezember 2013 unter der Schirmherrschaft des Kleinmachnower Bürgermeisters Michael Grubert stattfand, wurden erstmals Persönlichkeiten der örtlichen Sportvereine für Ihre hervorragenden Leistungen geehrt. Die drei Preisträger, die auf Vorschlag der Vereine in diesem Jahr ausgewählt und durch den Bürgermeister ausgezeichnet wurden, waren in diesem Jahr Theresa Bork, Leichtathletin des RSV Eintracht 1949, Erika Schmidt, erfolgreiche und verdiente Läuferin und Betreuerin im Kleinmachnower Lauf Club sowie Stefan Drews, Abteilungsleiter und Trainer der Judoabteilung beim RSV Eintracht 1949.

Kriterien für die neu geschaffene Auszeichnung sind beispielsweise besondere Leistungen im sportlichen Bereich, eine engagierte und erfolgreiche Tätigkeit als Trainerin bzw. Trainer oder auch großer ehrenamtlicher Einsatz für einen der Kleinmachnower Sportvereine.

Theresa Bork feierte in diesem Jahr mit dem 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Blockmehrkampf sowie einem neuen Landesrekord ihren bisher größten Erfolg. Seit 2000 ist sie Mitglied im RSV Eintracht 1949 und bei ihrem Abteilungswechsel 2007 war sie eine der ersten Sportlerinnen der Abteilung Leichtathletik. Schon seit Jahren zählt die 15jährige Schülerin zu den absoluten Leistungsträgern des Vereins. Viele Medaillen bei Landesmeisterschaften, ein Landesrekord und die Berufung in den Landeskader verbucht sie ebenfalls auf ihrem Erfolgskonto.
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Als ein „Urgestein“ des Kleinmachnower Laufsports kann man Erika Schmidt bezeichnen. Seit über 35 Jahren ist sie dem Laufen verschrieben, seit 2002 ist sie aktives Mitglied im Kleinmachnower Lauf Club. Erika Schmidt, die in diesem Jahr zum wiederholten Mal Berlin/Brandenburgische Meisterin im 10 Kilometer Straßenlauf sowie Gewinnerin des Brandenburg Cups in ihrer Altersklasse wurde, betreut im KLC seit vielen Jahren den sonntäglichen Lauftreff. Frank Meister, Vorsitzender des KLC sagt über Erika Schmidt: „Sie ist mit ihren fast 70 Jahren „fit wie ein Turnschuh“. Sie sollte als Beispiel dienen und macht in ihrem Alter so manch Jüngerem noch etwas vor.“

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Erika (hier auf Platz 1) beim Töplitzer Insellauf


Dritter im Bunde der Ausgezeichneten ist RSV-Judo-Abteilungsleiter und Erfolgscoach Stefan Drews. Aus dem Nichts baute der Träger des schwarzen Gürtels seit 2008 eine inzwischen 460 Kinder und Jugendliche umfassende Abteilung auf. Dabei konnte er die Ergebnisse seiner Judoka bei Wettkämpfen in den vergangenen Jahren kontinuierlich steigern. Allein in diesem Jahr erreichten die von Drews betreuten Sportlerinnen und Sportler neben unzähligen Top-Platzierungen bei regionalen Wettkämpfen den brandenburgischen Landestitel bei den Mädchen und Jungen der Altersklasse U13 sowie den dritten Platz bei den Nordostdeutschen Mannschaftsmeisterschaften bei den Jungen der U15. Als neues Ziel für das kommende Jahr strebt Stefan Drews die Teilnahme drei seiner Judo-Kämpfer bei den Deutschen Meisterschaften der U18 an.

MBS-Cup kurz vor Potsdam abgefangen

Die Präsenz des Clubs im diesjährigen Cup-Geschehen war eher bescheiden. Aber unheimlich effizient. Nachdem ein dürftiger 5. Platz beim Auftaktlauf in Caputh Sportsfreundin Barduhn eher in ihren ursprünglichen Plänen bestärkte, nämlich die Serie zugunsten einer ausgiebigen Marathonvorbereitung auszulassen, schloss sie sich dann doch dem Familienausflug der Altenheins nach Rangsdorf an, schließlich gelang ihr dort 2011 der erste Sieg eines Cup-Laufs überhaupt. Mit Hilfe ihres gefürchteten Endspurts konnte sie Silvia Schierz, die sich in den Vorjahren bisher immer vor ihr platzieren konnte, vor der Ziellinie noch ab und siegte wiederholt.

Die pure Langeweile am Maifeiertag trieb sie dann nach Sachsenhausen. Zugegebenermaßen hatte sie dort aber noch eine Rechnung aus dem letzten Jahr offen, als sie das Stockerl knapp verpasste. Der dortige zweite Sieg brachten die ersten Zweifel, ob frau wirklich die eingefahrenen Punkte verfallen lassen sollte. Der nachfolgende Töplitzer Insellauf kollidierte mit einem anderen geplanten Lauf und die Preußenmeile wird grundsätzlich wegen persönlicher Animositäten gegen die Strecke von Krissy ausgelassen. In Bestensee tauchte die Konkurrenz aus der eigenen Altersgruppe unverhofft wieder auf und Clubkameradin Barduhn musste der Triathletin aus Potsdam wie schon in Caputh den Vortritt lassen.

Neu in der Wertung war eine Rennstrecke in Stölln rund um den Otto-Lilienthal-Flugplatz. Diese wollte Krissy auf keinen Fall noch einmal laufen, schon gar nicht von Mitbewerbern gehetzt. 2011 kam sie zwar als Erste ans Ziel, aber die relativ geringe Teilnehmerzahl ließ sie auf der unangenehmen Strecke an den herben Anstiegen auch mal einen Gang rausnehmen. Als der Hennigsdorfer Citylauf auf dem Plan stand, hatte Krissy schon 3 Wochen Marathonvorbereitung á la Greif in den Knochen. Die schrieb für den besagten Sonntag nach dem samstäglichen 35 km Lauf eigentlich 15 20 km regeneratives Traben vor, gern auch aufgeteilt in morgens und abends, aber wer sagt denn, dass man die ersten 5 km nicht ein bisschen flotter angehen kann? Es wurde verdammt flott, die höchstens zwanzigjährige Siegerin kniete aber im Ziel am Boden, während Frau Barduhn noch die zweite Runde zusammen mit den 10-km-Absolventen auslief.

Danach war klar, dass die Chance auf den Gesamtsieg auf dem sprichwörtlichen silbernen Tablett lag, aber dafür drastische Maßnahmen ergriffen werden mussten. ImageAlso wurde der Beetzseelauf in den Greifschen Trainingsplan gequetscht. Schon in Hochform und daher siegesgewiss fuhr Krissy dort mit neuer persönlicher 10-km-Bestzeit weitere 25 Punkte ein. Damit waren 6 Wertungsläufe absolviert und auch die Potsdamerin Immendorff käme nur noch an ihr vorbei, wenn sie bei einem Sieg in Bad Belzig zwischen sich und Krissy fünf Platzierungen bringen könnte. Obwohl die Konstellation für den – laut Aussagen vom Vereinsvorsitzenden erstmaligen – Gesamtsieg eines Clubmitgliedes beim MBS Cup sprach, ließ Krissy beim Burgenlauf nichts anbrennen und wehrte den letzten Angriff auf ihren neuerlichen Altersgruppensieg 300 Meter vor dem Ziel auch noch erfolgreich ab und ließ anschließend den Kleinmachnower Lauf Club gleich 4 Mal aufrufen: 3. Platz Frauen Burgenlauf, 1. Platz AK W45 Burgenlauf, MBS Cup Gesamtsieg Frauen, MBS Cup Sieg AK W45! In Anbetracht der gelaufenen Zeiten ein wohlverdienter Triumph, auch wenn ein, zwei schnelle Brandenburgerinnen nicht am Wettbewerb teilnahmen.