Knapp vorbei, aber ganz nah dran – Neues aus dem Seniorenbereich/weiblich

Die Seniorinnen wollten zum Abschluss des Jahres auch mal wieder von sich reden machen. Aufgrund der noch jungen Staffelhistorie beim Teltowkanalhalbmarathon war die Teilnehmerzahl rein weiblicher Staffeln immer noch so begrenzt, dass man dort vorn vielleicht am 10. November 2013 mitmischen könnte. So also wurde eine Besatzung für die wahlweise 3-6 Streckenabschnitte zusammengetrommelt. Zunächst gab es Absagen wegen Urlaubs bzw. Trainingsrückstandes. Da zwei der Freiwilligen leider auch nicht topp fit waren, mussten zwei Staffelmitglieder „eingekauft“ werden. zum Glück wurde man unter den weiblichen Erziehungsberechtigten unserer Junioren fündig – Birgit Unterberger und Andrea Lorenz erklärten sich spontan bereit, Erika Schmidt, Renate Vanselow-Altenhein und Krissy Barduhn bei diesem Unternehmen zur Seite zu springen bzw. zu sprinten und so das Team Kleinmachnower Laufclub Girlfriends an den Start zu bringen.

Die Wetterfee hatte wie immer noch einen Koffer in Teltow, so dass sich wettertechnisch alle Beteiligten richtig auf den Lauf freuen konnten. Birgit sollte starten, weil die routinierte Berg- und Crossläuferin auch den längsten Streckenabschnitt würde laufen müssen und möglichst schnell aus dem Pulk wollte, weil der Start aller Wettbewerbe gleichzeitig angesetzt war. Das gelang ihr in herausragender Manier, sie wechselte auf Andrea noch bevor die Siegerin über die 7,1 km lange Einzelstrecke durchs Ziel ging. Unsere zweite Leihgabe ging auf die Strecke und erfüllte das in sie gesetzte Vertrauen in vollem Maße und ließ sich auch vom ungewohnten Begleitfahrrad für die führende weibliche Staffel, welches sie von Birgit übernahm, nicht irritieren und übergab an Renate auf der Berliner Seite, die nun ihrerseits hinter dem Fahrrad so schnell sie konnte herlief. Auch Renate reichte in der geschätzten Zeit an Krissy den Stab weiter, die wiederum in Berlin den Stab Erika in die Hand drückte, die sich extra noch hatte den Fuß fit spritzen lassen und der für diesen Kampfgeist der kürzeste Streckenabschnitt mit dem Zieleinlauf von Herzen gegönnt war.

Natürlich machte sich ein bisschen Enttäuschung bei 4/5 der Mädels breit (Birgit war schon nach Hause auslaufen), als sich herausstellte, dass das Führungsfahrrad zwar ein tolles Erlebnis (weil für 3/5 Premiere!), aber leider hinsichtlich des Endergebnisses trügerisch gewesen war. Die Siegerstaffel der AOK waren zwar nicht an uns vorbeigekommen, waren aber zwei Minuten nach Birgit gestartet und somit mit ihrer Nettolaufzeit eine Minute schneller. Die Freude aber beim Laufen und den Teamspirit, den wir in der ersten Euphorie im Ziel so richtig versprüht hatten, konnte uns keiner mehr nehmen und da alle alles gegeben hatten, trösteten wir uns damit, dass die Läuferinnen der Siegerstaffel alle sehr viel jünger gewesen sein müssen, und am Ende des Tages gewann das schöne Gefühl wieder die Oberhand. Die ganze Aufregung vor dem Rennen, die Freude an den geglückten Wechseln und der Stolz auf die gelaufene Zeit (01:34:59) wirkte jedenfalls noch lange nach. An dieser Stelle gilt nochmals der Dank der Kleinmachnower Laufclub“girls“ an ihre „friends“ Birgit und Andrea …